Die ökologische Krise und der menschengemachte Klimawandel führen dazu, dass Hitzewellen häufiger, länger und intensiver werden – auch in München. Einerseits ist es uns von MAGs (München Aktiv für Gesundheit e.V.) wichtig, die Menschen darüber zu informieren, was sie selbst bei zunehmender Hitze tun können. Deshalb veröffentlichen wir auf unserer Homepage auch unsere Tipps für den Umgang mit Hitze. Gleichzeitig möchten wir betonen, dass der Schutz vor Hitze nicht allein Aufgabe des Einzelnen ist. Die Möglichkeiten, sich vor Hitze zu schützen, sind sozial ungleich verteilt. Während manche Menschen über klimatisierte Räume, gut beschattete Wohnumgebungen oder private Rückzugsorte verfügen, leben andere in Wohnungen, die sich im Sommer stark aufheizen, oder haben nur eingeschränkten Zugang zu kühlen Aufenthaltsorten. Für sie kann Hitze zu einer ernsthaften gesundheitlichen Belastung werden. Gerade München weist einen hohen Grad an Flächenversiegelung auf.

Wie sich diese Versiegelung auswirkt, hätten Interessierte bei unserem Hitzespaziergang in Kooperation mit der TUM am 28.6. während der Stadtteilwoche in Berg am Laim live erleben können. Doch ironischerweise hat die Hitze dem Plan einen Strich durch die Rechnung gemacht. Angesichts der angekündigten Temperaturen von über 34° Grad, können wir es nicht verantworten, Menschen unter diesen Bedingungen zu besonders heißen Orten zu führen.

Aus demselben Grund haben wir nun schweren Herzens auch unseren für den Sonntag geplanten Infostand auf dem Festplatz rund um die Themen Nachbarschaft, Gesundheit und Hitze abgesagt. Die besten Gesundheits- und Hitzetipps, die wir an diesen Tagen geben können, ist es zu Hause zu bleiben, insofern die Wohnung ein kühler Ort ist, oder kühle Orte aufzusuchen. Es ist außerdem wichtig, genug zu trinken und möglichst eine Flasche Wasser bei sich zu tragen.

Wo man in der eigenen Umgebung kühle Orte, Trinkwasserstellen und schattige Wege findet, kann man auf unserer Stadtteilkarte www.hitzefrei-muenchen.de einsehen. Zusätzlich können uns jederzeit an mags@mags-muenchen.de gerne weitere kühle Orte gemeldet werden.

Wir sehen es als gemeinschaftliche Aufgabe, die Stadt und ihre Umwelt so zu gestalten, dass mehr barrierefreie, schattige und kühle Orte mit guter Erreichbarkeit und hoher Aufenthaltsqualität entstehen. Wie in unseren Nachbarschaftstreffs sollen alle Menschen – unabhängig von Einkommen, Wohnort oder Lebenssituation – mit einbezogen werden. Nur so können sie wirksam vor den gesundheitlichen Folgen extremer Hitze geschützt und das soziale Miteinander in der Stadt gefördert werden.