Präventionskette Freiham

Im westlichsten Eck Münchens, in Freiham, wird bereits während der Entstehung des großen neuen Stadtteils ein Netz für Kinder, Jugendliche und Familien aufgebaut – eine Präventionskette. Sie will wirksam sein gegen die Auswirkungen von Armut und damit Chancengerechtigkeit für gutes und gesundes Aufwachsen sichern.

MAGs ist seit Juli 2017 mit der Koordination des Aufbauprozesses der Präventionskette Freiham beauftragt. Die Techniker Krankenkasse fördert den Aufbau und die erste Umsetzungsphase finanziell über fünf Jahre. Auftragspartner ist das Referat für Gesundheit und Umwelt. Zusammen mit dem Referat für Bildung und Sport und dem Sozialreferat entsteht eine integrierte kommunale Strategie, mit der gesunde Aufwachsbedingungen für alle Kinder und Jugendliche gestaltet werden. Der Lehrstuhl Public Health (übersetzt: Gesundheit einer Bevölkerung) der Ludwig-Maximilians-Universität München begleitet und evaluiert den Aufbauprozess der Präventionskette Freiham wissenschaftlich. Die Evaluation wird von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) finanziell gefördert.

Im Jahr 2019 wurden die ersten Wohnungen in Freiham bezogen. Alle Bewohner*innen, vom Säuglings- bis zum Eintritt in das Berufsleben, sollen sich in ihrer neuen Umgebung gut aufgehoben und in allen Lebenslagen gut orientiert fühlen. Der Fokus liegt dabei vor allem auf den Übergängen zwischen verschiedenen Lebensphasen.

Damit dies gelingt, führt die Präventionskette bestehende Netzwerke, Angebote und Dienste für Kinder, Jugendliche und Familien zu einem abgestimmten Handeln zusammen. Die Zusammenarbeit erfolgt in einem Produktionsnetzwek durch verbindliche Absprachen.

Das Netzwerkmanagement der Präventionskette Freiham koordiniert dieses Produktionsnetzwerk und lädt regelmäßig zu den Teffen der Arbeitsgemeinschaft (AG) ein. In diesen vernetzen sich die Fachkräfte vor Ort, erkennen sowie beschreiben Bedarfe und entwickeln entsprechend Aktionen, Kooperationen und Angebote.

Für die Aufbauphase der Präventionskette haben sich die folgenden lebensphasenübergreifenden Arbeitsgemeinschaften gebildet:

  • Arbeitsgemeinschaft 0-6 Jahre: für Fachkräfte, die hauptsächlich mit Kindern (und deren Familien) im Alter von 0 bis 6 Jahren arbeiten
  • Arbeitsgemeinschaft 6-17+ Jahre: für Fachkräfte, die hauptsächlich mit Kindern und Jugendlichen (und deren Familien) im Alter von 6 bis 17 Jahren und älter arbeiten

Dabei hat die Präventionskette Freiham die Funktion eines Facharbeitskreises Kinder, Jugend und Familie unter dem Dach von REGSAM (http://regsam.net/startseite-pasing-obermenzing-aubing-lochhausen-langwied-allach-untermenzing.html)

Mehr über die Präventionskete Freiham erfahren Sie hier: