Liebe Förder*innen, liebe Kooperationspartner*innen und liebe Vereinsmitglieder,

wir freuen uns, mit Ihnen wieder kurz und knapp unsere jüngsten Entwicklungen zu teilen. Mit unserem Ansatz, Gesundheit und Soziales miteinander zu verzahnen, fällt es in diesen Zeiten besonders schwer, „Nein“ zu den vielen Optionen zu sagen, in denen wir zusätzlich aktiv werden könnten. Wir versuchen, unsere Schwerpunkte mit langem Atem und in guter Kondition mit allen Beteiligten zu setzen – die Ergebnisse der letzten Monate lesen Sie in diesem Newsletter.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und freuen uns wie immer über ein Feedback!

Neues aus Berg am Laim

Baum20

Seit vielen Jahren ist es Tradition, dass die Wände im baum20 von Künstler*innen aus der Nachbarschaft geschmückt werden. Die Nachfrage an einem Raum, in dem Künstler*innen aus Berg am Laim ihre Werke zeigen können, ist sehr groß, so dass die Ausstellungsdauer immer auf einen Monat begrenzt ist. In diesem Jahr hieß es z.B. „Winterbilder“, „Kraft der Farbe“ und „Berg am Laim im Wandel”. Es gab eine Gemeinschaftsausstellung der Künstlergilde im Bürgerkreis Berg am Laim e.V. mit dem Titel "Flower Power" und eine Info-Ausstellung zu Hitzeschutz. „Heiße Luft und kühler Kopf in Berg am Laim“ war auch der Titel der Veranstaltung im Rahmen des 17. Münchner Klimaherbstes, in der es um eine gerechte Mitgestaltung des Stadtteilklimas ging.

Der Maikäfertreff

Im Herbst drehte sich bei gut besuchten Kräuterworkshops alles um die Erntezeit. Es wurden die traditionelle Konservierungsmethoden wie das Fermentieren und Einlegen von geerntetem Gemüse ausprobiert; ein Abend war nur den Rosenblüten gewidmet. Neben der Wissensvermittlung kam das Erleben mit allen Sinnen und die gemeinsame Verarbeitung der Naturschätze nicht zu kurz.

Mit den engagierten “Aktiven” wurde im November ein wunderbares „Ehrenamts-Fest“ gestaltet – mit vielen Plänen für 2024.
Die Adventszeit läutete der Treff mit einer fröhlichen Weihnachtswerkstatt mit 11 Kindern aus der Nachbarschaft ein – und einer engagierten künstlerischen Begleiterin, die ihre Utensilien bei rekordträchtigem Schneefall im Lasten-„Schlitten“ in den Maikäfertreff bugsierte.

Der Weha-Treff

Ein geführter Stadtteilspaziergang rund um die Mustersiedlung in Ramersdorf weckte großes Interesse vieler Anwohner*innen. Frau Wirthmann informierte über die Entstehungsgeschichte nach der Machtübernahme des NS-Regimes 1934 und erzählte bewegende (Nachkriegs-)Geschichten über Flucht und Vertreibung – leider wieder ein aktuelles Thema für einige Nachbar*innen.
Das Wetter zeigte sich nochmals von seiner „goldenen Herbst-Seite“, als rund 70 kleine und große fleißige Anwohner*innen dem zweiten Aufruf „Rama dama“ in diesem Jahr folgten, um den Piusplatz von Müll zu befreien - in Kooperation mit Gemeinschaftstraum in der Pertisaustraße.

Am 18. Oktober startet der TauschGutschrank (in Kooperation mit Caritas TauschGut) in der Gotteszellerstraße 18a. Jeden Montag und Freitag von 10:00 – 12:00 und Mittwoch von 15:00 bis 17:00 Uhr können Bewohner*innen aus Berg am Laim haltbare Lebensmittel aus dem Schrank holen oder mit ihrer Nachbarschaft teilen.

Neues aus Ramersdorf

„PasSt“- psychisches Wohlbefinden im eigenen Quartier

In zwei Workshops im Juli und November haben wir gemeinsam mit den Netzwerkpartner*innen
Maßnahmen zur Stärkung des psychischen Wohlbefindens erarbeitet. Wir haben Indikatoren für die Evaluation des Projekts entwickelt: Woran können wir bis April 2026 erkennen, dass Informationen zu psychischem Wohlbefinden in Ramersdorf sichtbarer und besser zugänglich sind? Und wie können wir die Netzwerkbeziehungen zu diesem Thema im Stadtteil stärken?
Ein Highlight im Workshop im November war ein mitreißender Vortrag von Dominique de Marné zum Thema „Kommunikation und Umgang mit mentaler Gesundheit“. Es ging um die Frage: Wie kommen wir dahin, „normal“ über psychisches Wohlbefinden zu sprechen?

 
Im nächsten Jahr starten wir einen qualitativen Entwicklungsprozess mit rd. 10 interessierten Netzwerkpartner*innen aus Ramersdorf über bewohnerbeteiligende Angebote für psychisches Wohlbefinden.

Neues aus Aubing-Neuaubing-Westkreuz und Freiham

Bewegende Zeiten in NA – Stadtteilgesundheitsförderung in Aubing-Neuaubing-Westkreuz

Kreativ und informativ über Gesundheit ins Gespräch kommen – dafür fahren wir mit dem „MobiInfo 3.0-Zeitungsroller“ Einrichtungen im Stadtteil an, gestalten monatlich einen Sprachcafé-Termin im BiLok am Paul-Ottmann-Zentrum und sind kreativ rund um das Baugebiet an der Wiesentfelser Straße. Unser Beitrag zum Little-West-Sommerferienprogramm kombinierte einen Parcours mit textilem Gestalten und dem Einsatz des Ökotrainers, mit dem Kinder eine Musikbox zum Klingen und einen Ventilator zum Wirbeln brachten. Der Ökotrainer war auch bei der „Nachhaltigkeitswoche NaWo“ der Caritas München-West im Einsatz, um Smoothies aus geretteten Lebensmitteln des TauschGut-Angebots der Caritas zu mixen. Dieser „Output“ fand übrigens auch bei der NaWo in Moosach Ende September großen Anklang.

Mit finanzieller Unterstützung über den Verfügungsfonds des Städtebauförderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ ist ein Bücherschrank für Neuaubing in Vorbereitung – er soll im Januar 2024 an der Wiesentfelser Straße aufgestellt werden.

Präventionskette Freiham

Unter den Präventionsketten-Mitgliedern ist die Nachfrage nach Sozialraumerkundungen im neuen Stadtteil weiterhin hoch. Das Netzwerkmanagement organisierte für die Mitglieder der beiden Arbeitsgemeinschaften 0-6 und 6-17+ Jahre eine gemeinsame Stadtteilerkundung am 13. Juli. Gemeinsam wurden unterschiedliche Einrichtungen für Kinder- und Jugendliche in Freiham besucht. Zwei weitere Sozialraumerkundungen fanden am 27.09. mit Mitarbeitenden aus dem Sozialbürgerhaus Pasing und am 11.10. mit dem Team der Frauenarztpraxis rundumfrau Neuaubing statt.

Nicht nur bei den Rundgängen wird deutlich, wie schnell der Stadtteil wächst und sich dabei stetig verändert. Das Netzwerk durfte bei den AG-Sitzungen einige neue Mitglieder begrüßen und für die Sitzungen in neu eröffneten Einrichtungen, wie z.B. dem Kreativlabor zu Gast sein.
Mit hohem Engagement der AG-Mitglieder laufen auch schon die Vorbereitungen für die 4. Sozialraumkonferenz an, die am 14. Juni 2024 stattfinden soll.

Stadtteilübergreifend und Überregional

Hitzefreies München – vdek-Preis

Wir freuen uns sehr, dass wir für die web-basierte App https://hitzefrei-muenchen.de einen 3. Preis des vdek-Zukunftspreises 2023 „Klimawandel und Gesundheit“ gewonnen haben! Mit der Pilot-Phase im Sommer 2023 ist der Grundstein dafür gelegt, dass Bewohner*innen und Stadtteil-Akteur*innen aus besonders hitze-sensiblen Stadtteilen Münchens gemeinsam Vorsorge gegen Hitzestress treffen können (Näheres dazu finden Sie auf https://mags-muenchen.de/gesundheitsfoerderung-stadtweit/). Besonders wertvoll ist für uns die Anerkennung dafür, dass mit langem Atem und mit sehr vielen beteiligten Netzwerkpartner*innen ein Ansatz für einen quartiersbezogenen Hitzeschutz entwickelt werden konnte, der zum weiteren Ausbau allen Interessierten zur Verfügung steht.

MAGs bei der 3. Armutsmesse

„Günstiger Leben in München – eine Messe für Alle“ war das Motto im Rahmen der von REGSAM und dem Sozialreferat organisierten 3. Münchner Armutskonferenz am 18. November 2023. Inmitten vielfältiger Info-Stände zu kostengünstigen und kostenfreien Angeboten für Menschen in schwierigen Lebenslagen informierte MAGs zahlreiche Besucher*innen über die Möglichkeiten, kostenlos oder kostengünstig für die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden zu sorgen – einfach, gleichberechtigt, wohnortnah und in allen Lebensphasen.

Gesunde Städte-Netzwerk

In bewegenden Zeiten auch in der bundesweiten Gesundheitspolitik positioniert sich das Gesunde Städte-Netzwerk mit Stellungnahmen, die den Blick auf kommunale Gesundheitsförderung stärken sollen – zuletzt mit der Stellungnahme zum geplanten neuen Bundesinstitut für Prävention und Aufklärung in der Medizin (BIPAM) https://gesunde-staedte-netzwerk.de/verpasste-chance-fuer-public-health-in-deutschland/ . Eine grundsätzliche Stellungnahme zum Mehrwert der engen Zusammenarbeit zwischen kommunalen und zivilgesellschaftlichen Vertretungen im GSN ist in Vorbereitung – auch hier bringt sich MAGs im Rahmen der Rolle im Sprecher*innenrat aktiv ein, u.a. im Austausch mit Mitgliedern des AK Kommunale Gesundheitsförderung des Gesundheitsbeirats.

Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen. (Mahatma Gandhi)

Auf diesen Satz möchten wir unsere Wünsche zum Jahresende konzentrieren – denn wir wünschen Ihnen und uns allen, dass wir gut zuhören, gut nachdenken und gut entscheiden im Umgang mit allen Herausforderungen, die wir vor uns sehen.
Eine zunehmend friedliche Weihnachtszeit, ruhige Tage mit lieben Menschen und einen schönen Start in ein gesundes neues Jahr wünscht Ihnen

Ihr MAGs-Team

MAGs – München Aktiv für Gesundheit e.V.
Schwanthalerstr. 82, 80336 München